Prävention und Rehabilitation

Eines der Hauptprobleme der Schizophreniebehandlung ist die hohe Rückfall- und Wiederaufnahmerate. Nahezu jeder 2. Patient erleidet derzeit bereits innerhalb eines Jahres einen Rückfall, der häufig eine erneute stationäre Aufnahme erfordert. Rezidive wirken sich negativ auf die soziale und berufliche Integration der Patienten, auf die Gesamtprognose und auf die Behandlungskosten aus. Hauptursache für die hohe Rezidivrate ist die Tatsache, dass nur die Hälfte aller schizophren erkrankten Patienten die indizierte und wirksame rezidivprophylaktische  Behandlung durchführen. Eine Optimierung der Schizophreniebehandlung erfordert daher primär eine Verbesserung der Compliance, z.B. durch Psychoedukationsprogramme.

Zur besseren Einschätzung des Rezidivrisikos ist zum einen ein therapeutische Drug-Monitoring wichtig, zum anderen gilt es, die biolgischen Grundlagen von Krankheitsrezidiven und hirnfunktionale Indikatoren des Rezidivrisikos und damit mögliche Prädiktoren für Rezidive zu identifizieren.

Aber auch die Optimierung der pharmakotherapeutischen Strategien, u.a. durch eine möglichst wirksame und nebenwirkungsarme Behandlung dient einer effektiven Rückfallprävention, weshalb auch auf diesem Aspekt ein Hauptaugenmerk der KNS-Forschung lag und liegt.