Praxisleitlinien in Psychiatrie und Psychotherapie

S3-Behandlungsleitlinie Schizophrenie

Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) arbeitet intensiv an der Entwicklung des konzeptuellen und instrumentellen Rüstzeugs für die Einführung qualitätssichernder Maßnahmen in Psychiatrie und Psychotherapie. Ihr Referat "Qualitätssicherung" bereitet wesentlich die Entwicklung von Praxisleitlinien zur Diagnostik und Therapie spezieller Erkrankungen, zur Durchführung spezieller Behandlungsformen sowie zur Indikation verschiedener Behandlungssettings vor. Diese beruhen auf empirischer Evidenz und Expertenkonsens und sollen dem praktisch Tätigen dazu dienen, Diagnostik und Therapie nach den gültigen Regeln der Kunst zu gestalten.

In Person der Redakteure, W. Gaebel, P. Falkai, der S3-Behandlungsleitlinie Schizophrenie - der ersten Leitlinie mit S3-Evidenzniveau im Bereich psychische Erkrankungen - ist das KNS maßgeblich an der Entwicklung dieses wichtigen Instruments zur Qualitätssicherung beteiligt. Dies gilt auch für den derzeitigen Revisionsprozess, der mit dem Ziel der Entwicklung einer Nationalen Versorgungsleitlinie durchgeführt wird.

Band 1:
S3 - Praxisleitlinien in Psychiatrie und Psychotherapie
Behandlungsleitlinie Schizophrenie 2006,
ISBN 3-7985-1493-3,
EUR 19,95

Weitere Informationen S3-Praxisleitlinien

Behandlungsleitlinien sind systematisch entwickelte Empfehlungen, die das klinisch tätige medizinische Personal und den Patienten bei Entscheidungen zur angemessenen Behandlung spezifischer medizinischer Probleme unterstützen sollen. Leitlinien dienen der Qualitätssicherung in der Medizin und stellen für den behandelnden Arzt eine Orientierungshilfe für diagnostische und therapeutische Bemühungen dar.
Die hier vorliegende Leitlinie wurde als evidenzbasierte Konsensusleitlinie (Stufe S3) im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde nach den Vorgaben der Arbeitsgemeinschaft Wissenschaftlich-Medizinischer Fachgesellschaften (AWMF) erarbeitet. Eine systematische Aufarbeitung der Literatur mit Evidenzbewertung der verfügbaren klinischen Studien und des bisherigen Wissensstandes nach standardisierten Kriterien war die Grundlage des späteren Konsensusprozesses. Der Einbezug von Repräsentanten verschiedener Gruppierungen (insbesondere auch von Betroffenen und Angehörigen) in den Konsensusprozess als auch die Art der Evidenzrecherchen und Evidenzbewertung dienten dem Ziel einer Qualitätssicherung und möglichst hohen Objektivität der Leitlinie.
Zielgruppen der vorliegenden Leitlinie sind:

  • Im psychiatrischen und psychotherapeutischen Umfeld Tätige (Psychiater, Nervenärzte, Neurologen, Allgemeinärzte, klinische Psychologen, ärztliche und psychologische Psychotherapeuten, Sozialarbeiter, Krankenpflegepersonal, Ergotherapeuten etc.)
  • An Schizophrenie erkrankte Erwachsene und ihre Angehörigen

Darüber hinaus richtet sich diese Leitlinie an alle anderen Personen, die mit an Schizophrenie Erkrankten zu tun haben, sowie Entscheidungsträger im Gesundheitssystem.

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Anhang Größe
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S3-Leitlinie_methodenreport.pdf 409.8 KB