Betroffene und Interessierte

Schizophrenie - was ist das?

Schizophrenie ist eine schwere psychische Erkrankung, von der etwa 1% der Bevölkerung zumindest einmal im Leben betroffen ist. Etwa 13.000 Menschen werden in Deutschland pro Jahr erstmals mit dieser Diagnose konfrontiert. Der ersten Akutphase der schizophrenen Psychose geht meist ein mehrjährige Phase voraus, in der verschiedene Symptome auftreten, die auf die Entwicklung einer Schizophrenie hindeuten. Nach dem ersten akuten Krankheitsgeschehen verläuft die Schizophrenie recht heterogen. Dies betrifft insbesondere unter Umständen verbleibende Rest-Symptomen und gewisse Einschränkungen bei der Bewältigung alltäglicher Aufgaben. Die Behandlung wird individuell darauf abgestimmt und dient vor allem auch dazu, eine erneute akute Krankheitsepisode zu verhindern.

Das Kompetenznetz Schizophrenie

Das Kompetenznetz Schizophrenie war und ist primär ein Forschungsverbund. Initial konzentrierte es sich in seinen Forschungsaktivitäten auf die Frühphase der Erkrankung, also auf die Prodromalphase und damit auf die Früherkennung und Frühintervention sowie auf die Erstmanifestation. Dies umfasst nicht nur die Erforschung optimaler Therapieregime, sondern auch von molekularbiologischen Prädiktoren für den Übergang von der Prodromalphase in die Psychose, für die Entwicklung eines Rezidivs sowie für das Ansprechen auf die Therapien und wird ergänzt durch Forschung zum Stigma von Schizophrenie resp. der geeigneten Interventionen zum Abbau desselben wie zur Qualitätssicherung, um die Versorgung von Menschen mit Schizophrenie zu verbessern.

Als Forschungsnetz gegründet, jedoch mit dem expliziten Ziel/Auftrag des Wissenstransfers in die Versorgung, basiert der aktuelle Prozess einer Verstetigung des Netzwerks einerseits auf der Fortführung der Forschung, z.B. zu geeigneten Interventionen bei sozial-kognitiven Defiziten, und der Ausweitung dieser Aktivitäten auf den europäischen Forschungsraum, andererseits auf der Entwicklung und Vermarktung von Dienstleistungen und Produkte, die den Wissenstransfer ermöglichen und so einen Beitrag zur Verbesserung der Versorgung leisten.

Dies geschieht sowohl auf nationaler wie europäischer Ebene in Kooperation mit den relevanten Fachgesellschaften, Betroffenen- und Berufsverbänden und weiteren Organisationen im Gesundheitswesen.

Das KNS hat ein offenes "Ohr" für Ihre Fragen.

In allen Phasen der Erkrankung haben Betroffenen und ihre Angehörigen oder Menschen aus dem Umfeld viele Fragen. Auf diese wollen wir auf den nächsten Seiten Antworten geben. Dabei konzentrieren wir uns auf die beiden Stadien - Frühphase und Ersterkrankung - in denen erfahrungsgemäß der größte Informationsbedarf besteht. Die Texte wurden und werden im Trialog mit schizophren Erkrankten und deren Angehörigen erstellt, um die unterschiedlichen Perspektiven deutlich zu machen. So liefern auch Berichte von Betroffenen und Angehörigen die Innenansicht der schizophrenen Erkrankung.

Eine Plattform für den Austausch von Betroffenen wird das Diskussionsforum intensiv genutzt. http://www.kompetenznetz-schizophrenie.info/forum/


Mandala von Helene Beitler

Helene Beitler ist als Betroffene Mitglied im erweiterten Vorstand des KNS